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... früh im Frühjahr: Ankunft auf Berneray im Schnee


Portree (Port Ri(= Rex) = Hafen des Königs) auf Skye: Blick in die Cullins (oben) ... und die Bay (unten)

Ankunft auf Berneray bei - jahreszeitlich betrachtet - moderatem Wetter,
allerdings - kaum drin - ging's los ...

... eine äusserst steife Brise hub an um die Ecken des Gemäuers zu pfeifen, dass einem glatt die Lust auf einen Spaziergang verging und man sich langsam aber sicher darüber im Klaren wurde und begann, den Gedanken zu lobpreisen, dass man gleich auf dem Herweg am Laden angehalten hatte und sich trotz des Gepäcks für eine paar Tage mit Fressalien eingedeckt hatte. Wie sich noch herausstellen sollte, war das eine schlichtweg rettende Idee, denn das Wetter hatte sich entschieden, ein paarTage in der Gegend zu bleiben, und es blieb exakt bis der Einkauf aufgefuttert war.

Plötzlich - über Nacht bzw. irgendwann früh morgens- war Ruhe draussen. Ja, man kann auch von Ruhe aufwachen, wenn man sich vorher an die Unruhe gewöhnt hat. Und es hatte nicht nur aufgehört zu brausen und zu tosen, sondern die Luft war einfach nur still, das Wasser platt, und die Insel fast weiss.

Das hier ohnehin ungewöhnliche Weiss blieb nicht lange. Kaum war die Sonne unterwegs verschwand es zusehends, aber die umliegenden Inseln Harris und auch Skye in der weiteren Entfernung hatten deutlich sichtbar ihre reinlichen Mützen aufgestülpt.

Unwesentlich später - die Ortskundigen werden den Hostelschatten (rechts) korrekt als Abendsonne interpretieren - war der Schnee weg, und der zwar noch frische Wind begann doch merklich an "chill" zu verlieren, es zwackte nicht mehr, wenn man die Nase aus der Tür hielt, und vor allem konnte man - im Gegesatz zu den gerade vergangenen Tagen - auch abends ruhig ins Nachbarhaus gehen ohne befürchten zu müssen von einer spontanen Brise erfasst und im Atlantik vorgespült zu werden, bevor man sich in der Herbergs-Dusche den Hauptwaschgang geben konnte.

Sonnenuntergang links hinter Pabbay,
ja, in der Tat,
davon gibt es auf dieser Website
ein-zwei-mehrere Fotos :-)

Sonne runter - Mond rauf

Mond rüber - Wolken weg

Ein Vollmond wie er sich hier gehört ...

... und trotz nächtlicher Zugigkeit konnte ich mir nicht verkneifen, eingewickelt in verschiedene Decken und ausgerüstet mit etwas Blutzirkulationsbeschleuniger, ein ziemlich geraumes Weilchen vor den Haus zu sitzen und - wie schon so oft vorher (und noch viel öfter nachher) - einfach in den Mond zu gucken, die duftende Seeluft einzuatmen und festzustellen, dass es doch noch Gegenden gibt, wo die Natur der einzige Verursacher von Geräusch ist.

Nachdem nun recht sicher schien, dass es das gewesen sein müsste mit dem Winter, konnte ich vor allem erstmal die Insulaner wiedertreffen und dann die nächsten Reisebewegungen planen bzw. angehen, zur Planung war ich ja während der letzten Tage ausgiebig gekommen. Vorbereitet waren lange Listen mit wieviel Leute pro Gebiet mit den längst vorausgeschickten und von Ally entgegengenommenen 1000 Fragebögen zu bedenken seien, und meine Landkarte war mit entsprechenden Kringeln um die relevanten Ortschaften und Siedlungsgebiete ausgerüstet. Sie mussten nun "nur" noch besucht und befragt werden.

Und die Insulaner waren mehrheitlich echt hilfsbereit, obwohl viele das Wort Fragebogen schon kaum noch hören konnte. Trotzdem haben fast alle Teilnehmer sich die Probleme richtig vom Herzen geschrieben und mir derart "aus dem Leben" erzählt, dass mir manchmal die Luke offen stehen blieb.

 


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